Versäumen Sie nie wieder eine Foto-Ausstellung!
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22.08.2021
EIKON Schauraum: Susanna Flock

Susanna Flock untersucht in einem spielerischen und assoziativen Ansatz die Spuren, die Technologie in jedem Aspekt unseres Lebens hinterlässt, innerhalb der Bewegtbild-Medien und Installationen.
In ihren kürzlich entstandenen Arbeiten fokussiert sie sich auf die unheilige Triade von Eigentum, Leistung und Akkumulation und beleuchtet deren Wechselwirkung auf gegenwärtige, digitale Welten.

EIKON Schauraum, Q21 Schauräume / MuseumsQuartier Wien / Wien
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19.09.2021
Steve McCurry • colours
Nicht nur die Bilder von McCurry werden die Besucher fesseln, auch die Präsentation der Bilder spielt eine zusätzliche Rolle. Insgesamt stehen für die Ausstellung 2.200 m2 zur Verfügung. Die Bildformate sind zwischen 2 x 3 m und 4 x 6 m, alleine die Bildflächen aller 126 Arbeiten betragen insgesamt 1.100 m2 und jedes einzelne dieser farbintensiven Bilder ist hinterleuchtet!
 
Der 1950 geborene Fotograf wurde mit seinen Reportageaufnahmen weltberühmt. McCurry bereiste nicht nur zahlreiche Krisenregionen in aller Welt, er wurde auch durch seine Bilder vom Anschlag auf die Twin Towers in seiner Heimatstadt New York einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Steve McCurry ist vor allem für seine sensiblen Porträts von Menschen vielfach ausgezeichnet worden. Er wurde „Magazine Photographer of the Year“ und gewann vier erste Preise beim World Press Photo Contest.
 
McCurrys berühmtestes Bild ist „Afghan Girl“, aufgenommen in einem Flüchtlingslager in Pakistan. Das Porträt von Sharbat Gula war 1985 auf dem Cover des National Geographic zu sehen und wurde seither unter anderem von Amnesty International vielfach verwendet. Es ist das weltweit am öftesten publizierte Foto einer Privatperson.
Messehalle A / Graz
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03.10.2021
HEXEN

Es gibt keine Hexen. Die Erkenntnis, dass es sich bei der Figur der Hexe um eine soziale Konstruktion handelt, mag nicht neu sein. Jedoch bleibt der Begründungszusammenhang dieser Konstruktion erschreckend aktuell. Im Schulterschluss entfesselten und exekutierten Kirche und Nationalstaaten im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts eine Gewalt, die „den Widerstand der Frauen gegen die Ausbreitung kapitalistischer Verhältnisse“ brechen sollte, wie Silvia Federici aufgezeigt hat. Im Übergang zum Kapitalismus musste die Macht der Frauen zerschlagen werden – über die Kontrolle ihrer Körper, Sexualität und ihres Wissens sollte sichergestellt werden, dass sie sich der Reproduktion von Arbeitskraft verschreiben. Diese Reproduktionsarbeit wurde fortan von der Lohnarbeit geschieden und herabgewürdigt. Somit wurde die Gemeinschaft der Beherrschten nicht nur enteignet, sondern auch entzweit. Das Verfolgen und Ausrotten von „Hexen“ war ein Instrument dafür und Verästelungen dieser Gewalt erstreckten sich in die unterschiedlichsten Bereiche. Mit teils eigens für die Ausstellung HEXEN entstandenen Arbeiten untersuchen die Künstler_innen in Installation, Video, Skulptur, Performance, Fotografie, öffentlicher Intervention und Film diese ideologischen und ökonomischen Infrastrukturen, die der historischen Hexenjagd zugrunde lagen, und wie sie in unserer Gegenwart nachhallen.

 

In zwei Installationen von Neda Saeedi werden die beiden Zeremonienmeister der Hexenverfolgung vorgestellt: Die Kirche und das Heilsversprechen des Monotheismus weisen in ihrer für HEXEN entstanden Neuproduktion geradewegs ins Nichts. In ihrer anderen Arbeit erscheint der Kapitalismus als Architekt eines Labyrinths, das Tiere, die Umwelt und den Menschen in eine Sackgasse führt. Auszüge aus der historischen Vernichtungsfibel Der Hexenhammer leiten in die eigens für die Ausstellung entstandene Videoinstallation von Angela Anderson und Ana Hoffner ex-Prvulovic*. Darin werden unheimliche Resonanzen zwischen den Ursprüngen der historischen Hexenverfolgung und unserem Heute herausgearbeitet und zugleich sehen wir Anklänge einer Aneignung und Umkehrung der Figur der Hexe. Pauline Curnier Jardin schreibt in ihrem Video Qu’un sang impur humorvoll und pointiert die an den weiblichen Körper gebundene Reproduktionsgrammatik um. Joachim Koesters Film To navigate, in a genuine way, in the unknown necessitates an attitude of daring, but not one of recklessness (movements generated from the Magical Passes of Carlos Castaneda) zeichnet einen Versuch nach, Erkenntnis durch Formen des Erahnens und Spürens zu erlangen, statt durch Kategorisierungen und Rationalisierungen. Auch in den Performances, Fotografien und Skulpturen von Esther Strauß geht es um das Verlassen von ausgetretenen Pfaden des Wissens und der Gemeinschaft. Sie schlägt unkonventionelle Formen des Erinnerns und der Verbindung mit den Ahn_innen vor. Die künstlerischen Arbeiten in der Ausstellung tragen alle dazu bei, verdrängte Geschichten und Seinsweisen aufzudecken, und laden uns ein zu fragen, ob es Wege gibt, sich die Figur der Hexe anzueignen und sie gegen die Matrix der brutalen Geschichte ihrer Auslöschung in Stellung zu bringen.

 

Kuratiert von Nina Tabassomi

 

HEXEN +++ DAUER 26. Juni – 3. Oktober 2021 +++ ERÖFFNUNGSTAG Freitag, 25. Juni 2021, 16 – 21 Uhr +++ ORT TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol, Maria-Theresien-Straße 45, 6020 Innsbruck +++ ÖFFNUNGSZEITEN Di – So 11 – 18 Uhr, Do 11 – 20 Uhr, Mo geschlossen +++ INFORMATION https://www.taxispalais.art und https://www.facebook.com/taxispalais +++ EINTRITT 4 Euro / 2 Euro reduziert / 3 Euro pro Person bei Gruppen ab 10 Personen +++ EINTRITT FREI Sonntags und Menschen mit Behinderung, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre

 

BILDSUJET Angela Anderson & Ana Hoffner ex-Prvulovic*, Film Still: Hexenküche (The witch rarely appears in the history of the proletariat), 2021, Commissioned by TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol

TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol / Innsbruck
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17.10.2021
Festival La Gacilly-Baden Photo

VIVA LATINA! lautet der Titel des Festival La Gacilly-Baden Photo 2021 und wird Fotografien aus Lateinamerika zeigen, die stark von der Komplexität der Geschichte dieses Kontinents mit all seinen Revolutionen und Hoffnungen durchdrungen ist, mit seinem Gewirr von Bräuchen, in denen sich Träume des Westens mit schamanistischen Überzeugungen vermischen und in denen die Inbrunst seiner Gesellschaft von Gewalt und einer starken Lebensfreude geprägt ist. Ob sie aus Brasilien, Ecuador, Chile, Mexiko oder Argentinien stammen, alle Fotografen unseres Festivals sind fest im Alltag verwurzelt, fangen die Vielfalt der Menschen des Kontinents ein, erforschen das städtische Chaos und beklagen die Schäden, die der Natur zugefügt werden, und das alles mit einem gewissen Sinn für Poesie, Kreativität oder Humor. Vor allem aber repräsentieren sie eine Fotokunst, die vor Energie und Erfindungsreichtum strotzt.

 

Darüber hinaus wird das Festival die biologische Vielfalt unseres Planeten feiern. Der Weltnaturschutzkongress der International Union for Conservation of Nature (IUCN) hätte Mitte Juni 2020 in Marseille stattfinden sollen, gefolgt von der COP15 der UN-Konvention über die biologische Vielfalt in Kunming, China, im Oktober. Doch angesichts der andauernden Pandemie ist der Kalender nun zerrissen, und diese beiden für den Schutz unserer Ökosysteme richtungsweisenden Veranstaltungen wurden auf 2021 verschoben. Wir haben uns daher an diese Umstände angepasst und werden 2021 Ausstellungen zeigen, die von einigen der besten Fotografen der Welt erarbeitet wurden, um das Wesen und die Wichtigkeit der Biodiversität unseres Planeten zu belegen und die dazu beitragen wollen, die Menschen wieder stärker mit der Lebenswelt unserer Natur zu verbinden.

 

Diese beiden hochkomplexen Erzählstränge werden von 21 Fotografen, fünf Fotografenkollektiven und 16 Schulen in Niederösterreich visualisiert, verbunden mit einem Plädoyer für Frieden, Toleranz und Miteinander, getragen von humanistischer Gesinnung: Emmanuel Honorato Vázquez, Sebastião Salgado, Marcos López, Luisa Dörr, Cássio Vasconcellos, Carolina Arantes, Pablo Corral Vega, Tomás Munita, Carl de Souza, Pedro Pardo, Martin Bernetti, Greg Lecoeur, Nadia Shira Cohen, Emmanuel Berthier, David Bart, Coline Jourdan, Sébastien Leban, Ulla Lohmann, Catalina Martin-Chico, Pascal Maitre und Lois Lammerhuber.

 

 

Das Festival La Gacilly-Baden Photo geht in sein viertes Jahr und wird sich, ausgehend vom Besucherzentrum am Brusattiplatz, in zwei Schleifen durch die Badener Altstadt sowie durch Doblhoffpark und Gutenbrunner Park erstrecken – fast 7 Kilometer lang. Es ist das größte Outdoor-Fotofestival Europas, das 2020 von 306.024 Besuchern gesehen wurde. Der Eintritt ist frei.

Vom Doblhoffpark über den Kurpark in die Badener Innenstadt. / Baden bei Wien
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